Wie fast jeden Donnerstag starteten wir am Pasinger Bahnhof, dieses Mal allerdings ohne S-Bahnunterstützung. An der Pasinger Fabrik, den ehemaligen Ritterwerken, vorbei zum Wensauerplatz . Diesen ziert ein kleiner Brunnen der auch für Zamperl zugängig ist. Die Bismarckfigur wurde zwischen dem 15. Mai und dem 4. Juni 1984 am helllichten Tage wohl von Auftragsräubern in Arbeitskleidung abgenommen und abtransportiert. Am 13. Dezember 1985 wurde eine Kopie des Floßmann-Werkes auf der steinernen Brunnensäule montiert. Im Jahr 2005 tauchte das Original wieder auf und wurde der Stadt zurückgegeben und steht seit dem 30. März 2009 wieder auf seinem Platz.

Weiter gings durch die Peter Vischer Straße in der wir bereits einige der Villen bewundern konnten Die Villenkolonie Pasing I entstand auf Initiative des Architekten August Exter ab 1892 . Exter erwarb ein großes Stück Ackerland und ließ das Gelände auf eigene Kosten mit einem eigenen Kanalsystem und Wasser über einen Wasserturm in der Orthstraße erschließen  Die Kolonie wird im Süden durch die Bahnanlagen begrenzt, im Westen und Norden durch den Nymphenburger Kanal und im Osten durch die Offenbachstraße. Von hier ging es zur Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft dem sogenannten Sporerblock. Herr Sporer konnte wohl recht günstig Gelände im Gleisdreieck kaufen, da durch die Rangiertätigkeiten wohl eine große Lärmbelästigung stattfand. 1914/15 begannt der Bau des ersten Traktes an der heutigen Nimmerfallstraße durch den damals wichtigsten Pasinger Architekten Josef Lang. Anders als in der Kolonie 1 waren diese Wohnungen für Arbeiter konzipiert. Man achtete darauf, daß alles lebensnotwendige vor Ort vorhanden war. Es gab einen Lebensmittelladen, einen Metzger mit Schlachtfhof, einen Zeitungsladen, eine Wäschemangel und natürlich ein Wirtshaus, das Lindenplatzl. Die meisten Läden sind leider mittlerweile geschlossen. Die beiden Innenhöfe, die früher nur zum Wäsche trocknen verwendet wurden sind im Rahmen der Komplettsanierung  begrünt worden. Weiter gings vorbei am ehemaligen Gasthaus zur Linde und an der Münchner Eggefabrik zur Neubausiedlung an der Schloßmauer, naja nicht direkt an der Schloßmauer, da ist noch die Bahnlinie München-Nürnberg dazwischen.  Am schön angelegten Rodelhügel vorbei durch den Kinderspielplatz in die Halle 2, dem Münchner Second-Hand-Kaufhaus.  Hier findet man wirklich fast alles 2. Hand. Der Paul Gerhard Allee folgten wir bis zur Bergsonstraße, um dann noch zum Nymphenbad zu gelangen.  Leider ist von der ehemaligen Badeanstalt nichts mehr übrig geblieben. Zurück gings dann am Kanal entlang ruhig durch die Grünanlagen bis zur Chopinstraße. Da waren Sie dann wieder, die alten Villen, die wie Fertighäuser aus diversen Bauteilen, jedes ein bißchen anders zusammengesetzt wurden. Im Luisengarten, der nur Mittwoch bis Freitag geöffnet hat, hatten wir einen Tisch bestellt. Leider konnten wir nicht unter der großen Kastanie Platz nehmen, sondern mußten in den sehr dunklen Innenraum. Die längere Wartezeit aufs Essen nimmt man bei dieser sehr großen und guten Auswahl gern in Kauf. Über die Oselstraße zogen wir dann zurück zum Wensauerplatz und zum Bahnhof. Obwohl heute Regen vorhergesagt war, blieben wir trocken, Danke Petrus !

 

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